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Scrum Rollen Der Product Owner

Der Product Owner im Scrum Team

Scrum wurde in den 90er Jahren eingeführt und ist ein agiler Prozess für Softwareentwicklung und Projektmanagement. In Scrum unterscheidet man sechs Rollen, die für das Gelingen von Scrum von Bedeutung sind. Drei davon gehören direkt zum Scrum Team und drei sind externe Rollen. Das Scrum Team besteht aus dem ScrumMaster, dem Product Owner und dem Team.

In diesem Artikel erfahrt ihr etwas über die Rolle des Product Owners, welcher Bestandteil des Scrum Teams ist. Was zu den Aufgaben, Rechten und Pflichten des Product Owners gehört.

Der Product Owner im Scrum Team

Der Product Owner im Scrum Team ist dafür zuständig mit dem Kunden Rücksprache zu halten. Er ist kein Vertreter des Kunden, sondern er sorgt lediglich dafür, dass die Kundenwünsche und Bedürfnisse in die Entwicklung des Produktes oder Services einfließen. Es ist die Schnittstelle zwischen dem Kunden und dem Entwicklerteam. Er weiß, was der Kunde will und kann dessen Vision dem Team mitteilen, sowie bei Unklarheiten Rede und Antwort stehen. Gleichzeitig ist der Product Owner auch dafür verantwortlich, die Anforderungen der Interessengruppen, bzw. Abteilungen und deren Interesse innerhalb seines Unternehmens zu bündeln.

Der Product Owner legt die Produkteigenschaften, sowie deren Priorität fest und entscheidet darüber, ob am Ende eines jeden Sprints die gelieferte Funktionalität akzeptabel ist oder nicht. Dabei greift er auf das Backlog zurück. Im Backlog trägt der Product Owner in Zusammenarbeit mit dem Entwicklerteam die User Stories ein und versorgt das Entwicklerteam dadurch mit Aufgaben. Die Angaben des Product Owners sind verbindlich und dürfen in der Regel nicht überstimmt werden.

Die Aufgaben des Product Owner

Der Product Owner vertritt den Kunden in fachlicher Hinsicht und stellt die Brücke zwischen Endkunde und Entwicklerteam dar. Er stellt die Anforderungen aller Art in Form von User Stories ans Team und sorgt dafür, dass die Umsetzung durch das Team seinen Wünschen hinsichtlich Funktionlität, Usability, Performance und Qualität entspricht. Konkrete Aufgaben eines Product Owner innerhalb des Scrum Team sind folgende:

  • er ist in der Lage die Kundenwünsche zu verstehen und den Kunden fachlich zu vertreten.
  • er ist in der Lage die Kundenwünsche verständlich an das Team zu kommunizieren.
  • er kommuniziert regelmäßig mit dem Kunden (und Anwendern) um sicher zu stellen, dass die Kundenanforderungen richtig verstanden wurden und auch entsprechend umgesetzt werden.
  • er managt die verschiedenen Stakeholder (Marketing, Vertrieb, Service) und erfasst deren Bedürfnisse.
  • er arbeitet eng mit dem Team zusammen und steht jederzeit für Rückfragen bereit.
  • er ist bei den Daily Scrums dabei um stets auf dem Laufenden zu sein.
  • er ist für das Erreichen des Projektziels verantwortlich. Er entscheidet über Auslieferungszeitpunkt, Funktionalität und Kosten.
  • er pflegt das Product Backlog und steuert hierüber die Entwicklung. Er trägt die Verantwortung dafür, dass die richtigen Anforderungen im Product Backlog stehen und in einer sinnvollen Reihenfolge abgearbeitet werden. Zusätzlich nimmt er neue Anforderungen auf und verfeinert bestehende Anforderungen kontinuierlich.
  • er priorisiert die Product Backlog Inhalte.

Da der Product Owner massgeblichen Einfluss auf das Projektergebnis hat, ist er auch dafür verantwortlich, wenn das Team nicht das gewünschte Ergebnis produziert hat.

Die rollen im Scrum Team - der Product Owner

Was ein Product Owner nicht tut

Was die Aufgaben des Product Owner sind wurde im oberen Abschnitt erläutert. Hier erfahrt ihr, was man als Product Owner nicht tut:

  • er kommt nie unvorbereitet in ein Meeting.
  • er übernimmt nicht die Chefrolle für das Team.
  • er moderiert nicht das Daily Scrum und mischt sich auch nicht ungefragt dort ein.
  • er beeinflusst während des laufenden Sprints nicht den Sprint Backlog und schiebt keine "wichtigen" Issues vor.
  • er mischt sich nicht in eine laufenden Team-Diskussion zur Zeitschätzung oder zur Lösungsfindung für eine gestellte User Story ein.
  • er arbeitet nicht aktiv im Projekt-Team mit (z.B. als Entwickler oder Software Architekt), um einen Interessenkonflikt zu vermeiden.
  • er hat nicht das Recht zu bestimmen, wieviele Backlog Issues vom Team innerhalb eines Sprints umgesetzt werden müssen.
  • er ist nicht der ScrumMaster.
  • er ist nicht nur zu Beginn oder zum Ende des Sprints verfügbar.

Möglichkeiten der Priorisierung

Wie bereits erwähnt füllt der Product Owner das Product Backlog und sorgt dafür, dass alle Backlog Items priorisiert sind. Es gibt folgende Priorisierungsmöglichkeiten für das Backlog:

  • Nach Themen
  • Nach Risiko
  • Nach Stakeholdern
  • Nach Business Value, sowohl für den Kunden als auch für das eigene Unternehmen
  • Nach Abhängigkeiten (sowohl funktionell als auch organisatorisch)
  • Nach zeitlichen Rahmenbedingungen

Die 3 größten Fehler die ein Product Owner machen kann

Wer die Rolle des Product Owner übernimmt, übernimmt damit auch eine große Verantwortung. Oft wird die Rolle und deren Aufgabenbereich unterschätzt und es kommt früher oder später zu Fehlern. Zu den drei häufigsten Fehlern eines Product Owner zählen:

  • dass er nicht eng mit dem Team zusammen arbeitet. Er das Team nicht involviert, motiviert und kaum mit ihm kommuniziert.
  • dass er sich zuviel um die Umsetzung von Features kümmert und die technischen Grundlagen ignoriert, die notwendig sind, damit das Produkt überhaupt einmal läuft.
  • dass er schlecht vorbereitet ins Sprint Planning geht und sich nicht um ausreichende Aufgaben im Product Backlog gekümmert hat, um das Team zu beschäftigen.

Die 3 Erfolgskriterien des Product Owner

Damit ein Product Owner seine Aufgabe gut erfüllen kann, sollte bei der Wahl auf die folgenden drei Erfolgskriterien geachtet werden, damit der Projektfortschritt nicht leidet:

  1. er ist verfügbar
  2. er ist qualifiziert
  3. er ist bevollmächtigt

Verfügbar: Der Product Owner muss immer verfügbar sein. Er darf nicht durch andere Aufgaben überlastet werden und sollte zeitlich flexibel sein (kein Halbtagsjob). Er muss ausreichend Zeit für das Daily Scrum, sowie die Vorbereitung der Sprint Meetings finden. Es ist zudem wichtig, dass er auftretende Fragen in einem angemessenen Zeitraum beantwortet.

Qualifiziert: Der Product Owner sollte qualifziert sein. Er muss ein Verständnis für die Kundenbedürfnisse aufbringen und sollte die Fähigkeit besitzen, diese dem Team ebenfalls verständlich zu kommunizieren. Er muss im Umgang mit einem Ticketsystem versiert sein und wissen, wie man nutzbringende User Stories erstellt, damit das Team daraus die Funktionalität ableiten kann, die dem Auftrag gerecht wird.

Bevollmächtigt: Der Product Owner sollte bevollmächtigt sein um seine Aufgaben entsprechend durchführen zu können. Das muss nicht bedeuten, dass er ein Manager oder Vorgesetzter sein muss. Das kann oft sogar hinderlich sein, weil sich das Team nicht voll entfalten kann. Bevollmächtigt bedeutet in diesem Fall, dass der Product Owner die Entscheidungsbefugnis erhält hinsichtlich Funktionsumfang und / oder Priorisierung der Anforderungen

Einen Product Owner sorgfältig auswählen

Da die Rolle des Product Owner im Scrum viel Verantwortung mit sich bringt ist es wichtig, diese sorgfältig auszuwählen. Hier ein paar Punkte, an denen man erkennen kann, ob jemand für die Rolle des Product Owner im Scrum Team geeignet wäre. Ein Product Owner:

  • sollte eine starke Persönlichkeit haben.
  • muss eine klare Vorstellung (Vision) vom Produkt bekommen können (Kreativität).
  • sollte sehr gute, kommunikative Fähigkeiten mitbringen.
  • sollte Menschen begeistern und führen können.
  • sollte das nötige technische, fachliche oder inhaltliche Verständnis mitbringen, damit man ihn und seine Rolle Ernst nimmt.
  • sollte Softskills wie Teamfähigkeit, Motivationsfähigkeit und Präsentationsfähigkeit mitbringen.

Fazit

Die Aufgabe eines Product Owner ist mit Sicherheit keine leichte Aufgabe. Damit er diese bestmöglich erledigen kann, ist es wichtig immer eng mit dem Entwicklerteam zusammen zu arbeiten. Denn gemeinsam geht es bekanntlich leichter und dadurch lässt sich auch das gemeinsame Projektziel einfacher und motivierter erreichen.

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