Wir haben die Erfahrung gemacht, dass fast 50 Prozent aller Buchungen nachträglich erfasst werden. Konkret bedeutet das: Etwa die Hälfte der Zeit, die ein Team buchen soll, wird nicht in dem Moment erfasst, in dem sie entsteht - sondern später (z.B. vor dem Wochenende).
Reine Timer-Tools sind für genau dieses Buchungsmuster nicht ideal: starten, vergessen, korrigieren, oder nochmal von vorne. Das klassische Buchungs-Formular von Redmine ist ebenfalls nicht geeignet (ein einzelner Eintrag pro Tag, pro Ticket).
Mit dem Redmine Timesheet Plugin stellen wir ein Plugin bereit, das diese beiden Muster gleichwertig unterstützt: einen wöchentlichen Stundenzettel als Raster und einen Timer für die Echtzeit-Erfassung.
Zwei Wege zum Ziel
Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass es zwei Sorten von Zeiterfassern in einem Team gibt:
Der Echtzeit-Tracker. Beginnt mit dem Ticket, klickt auf Start, arbeitet, klickt auf Stopp. Der Timer ist im Account-Menü auf jeder Redmine-Seite sichtbar, lässt sich pausieren, wieder starten und meldet beim Ticketwechsel automatisch um. Pro Benutzer läuft bewusst maximal ein Timer, um inkonsistente Mehrfachbuchungen zu vermeiden.
Der Freitag-Nachtrager. Öffnet am Wochenende oder direkt vor der Stundenabrechnung den Stundenzettel und sieht ein Wochenraster: links die Tickets, oben die Wochentage, in den Zellen die Stunden. Tickets werden per Autovervollständigung hinzugefügt, Stunden eingetragen, abgespeichert. Fertig. Bereits gebuchte Einträge werden aktualisiert, leere gelöscht.
Mehr als nur Eintragen
Drei Funktionen, die im Arbeitsalltag den Unterschied machen:
- Verlinkte Summen. Jede Tages-, Zeilen- und Wochensumme im Raster ist ein Link auf die gefilterte Standard-Ansicht Aufgewendete Zeit. Vom Überblick ins Detail mit nur zwei Klicks.
- Vorwoche kopieren. Eine Schaltfläche genügt, um Tickets, Tätigkeiten, Stunden und Kommentare aus der Vorwoche ins aktuelle Raster zu übernehmen. Das spart Zeit.
- Team-Übersicht “Alle Benutzer”. Ideal für Teamleiter ist die schreibgeschützte Wochenmatrix mit allen Buchungen pro Benutzer und Tag.
Wer zusätzlich unser Redmine HRM Plugin einsetzt, sieht im Stundenzettel automatisch die Tages- und Wochen-Sollzeiten aus dem zugewiesenen Arbeitskalender, einen Fortschrittsbalken pro Tag und einen Über-Stunden-Indikator, sobald das Tagesziel überschritten wird.
Was Du davon hast
Eine einzelne Buchung dauert nicht länger als bisher - aber pro Woche und Mitarbeiter spart das Plugin spürbar Zeit, weil der Wechsel zwischen Tickets und Tagen entfällt, Wiederholungen wegfallen und die wöchentliche Kontrolle direkt aus dem Raster heraus läuft. Wichtig: Wer am Freitag eine ganze Woche nachtragen will, hat jetzt das besser passende Werkzeug dafür.
Fazit
Die Zeiterfassung in Redmine wird nicht dadurch besser, weil die Möglichkeit besteht, dass eine Stoppuhr läuft, sondern, weil der Anwender durch das Wochenraster eine übersichtliche Ansicht erhält, die wahrscheinlich besser zum tatsächlichen Buchungsverhalten passt.
Das Redmine Timesheet Plugin liefert zwei Wege Aufwandsbuchungen zu Tickets zu hinterlegen: Echtzeit-Tracking für die einen, Wochengrid mit Komfortfunktionen für die anderen.